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Kocharena vom 02.03.2015

Amsler Roland 03.03.2015

Es war wiedermal durchwegs exzellent lecker und spassig ! Kommt das nächste mal mit dazu und erlebt es selber ! (habe ich zwar in den letzten Berichten schon geschrieben – aber es passt wieder wie der Alkohol in jedes und zu jedem Gericht ! )

Verantwortlich für Rezepte und Einkäufe : Daniel Miguel und René Waeber
Rat- und tat-schlägliche Unterstützung vom gelernten Koch : Benny Hozjan

An folgenden Gerichten durften wir uns dieses Mal versuchen : 

·  Pochierter Lachs in Sekt-Limetten-Sauce

·  Gefülltes Rinderfilet mediterran

·  Herzhafte dunkle Sauce zu gegartem Fleisch

·  Spezial-Pommes selber gemacht

·  Champagner-Dessert

( Rezepte : Siehe Homepage ! )

Auch an dieser Kocharena konnten wir erfreulicherweise einen „Ersttäter“ begrüssen ….. und er überraschte und gleich mit einer sehr gelungenen Umsetzung des gefüllten Rinderfilets ! Gratulation ! … Aber dazu später …

Erstmal Werbung in eigener Sache :

Wer möchte sich ebenfalls mal handwerklich, kulinarisch, lukullisch und kreativ an unseren Rezepten versuchen ?

Bitte meldet euch doch bei Daniel Miguel (mailto:Daniel.Miguel@soleita.ch) an und kommt vorbei. Wir sind eine aufgestellte und gesellige Truppe von koch- und ess-begeisterten Menschen, die mit- und von-einander vieles lernen können. Auch bleibt neben dem Kochen jeweils noch genügend Zeit, sich besser kennen zu lernen und auch viele weitere spannende Themen nebst dem Kochen zu diskutieren.

Die Kocharena findet jeden ersten Montag im Monat statt (Ausnahme : Schulferien, da dann die Schulhausküche leider geschlossen bleibt) und kostet pro Person chf 30.00 bzw. chf 25.00 für Soleita-Mitglieder (aktiv oder passiv).

Alle weiteren Informationen dazu findest du auf unserer Homepage unter :
http://www.soleita.ch/clubdesk/www?p=1000018  

Aber nun zum gestrigen Kocharena-Abend : Die Vorspeise bestand aus einem leichten pochierten Lachs in Sekt-Limetten-Sauce mit Gemüse-Variation. Ein sehr einfaches, schnelles Rezept das durch seine Leichtigkeit und Feinheit besticht. Dieses Menu kann auch gerne als Hauptgang mit Wildreis oder Nudeln gereicht werden. Tipp aus der Kocharena : Anstelle von zwei Scharlotten auch gerne nur eine nehmen.

Schalotten : Schalotten haben ein feineres, weniger scharfes, eher süßliches und würzigeres Aroma als die meisten Speisezwiebelsorten. Zum scharfen Anbraten eignen sie sich nur bedingt, weil sie dadurch bitter und schal werden. Am besten werden sie roh verarbeitet, wodurch ihr eigentümliches Aroma am besten zur Geltung kommt.

Die Hauptspeise bestand aus gefülltem Rinderfilet mediterran an einer herzhaften dunklen Sauce und Spezial-Pommes. Dazu reichten wir geschmacklich und optisch sehr passenden frischen Spinat mit Knoblauch.

Für das Vorbereiten, Befüllen und Aufrollen des Rinderfilet benötigte man ziemliches handwerkliches Geschick – wurde aber durch alle sehr kompetent umgesetzt. Nach dem Anbraten ging es für etwas über 90 Minuten bei 80 Grad in den Ofen – was als „Niedertemperaturgaren“ bezeichnet wird.

Niedrigtemperaturgaren : Das Niedrigtemperaturgaren ist eine besonders schonende und einfache Art, Fleisch im Backofen o. ä. zu garen. Die Ofentemperatur liegt dabei bei etwa 80 °C, die Kerntemperatur des Fleisches erreicht etwa 55–70 °C. Die Niedrigtemperaturmethode tritt an die Stelle des Bratens, vermeidet aber weitgehend die Austrocknung und mögliches Zähwerden – das Fleisch bleibt saftig und rosa. Die Garzeit ist wesentlich länger als bei höheren Temperaturen, es bedarf aber keiner Aufsicht und sie kann ohne qualitative Einbußen deutlich verlängert werden.

Bei der dunklen, „herzhaften“ Sauce schieden sich wieder einmal die Geister und die Zubereitungsarten. Durch die sehr umfangreiche Zutatenliste und der nicht ganz einfachen Zubereitung gab dieses Rezept einigen „Spielraum“ … Da jede Kochzeile die Rezepte sehr kreativ und individuell interpretierten und die Saucen mit diesem oder jenem noch zusätzlich zu verfeinern suchten, kamen schlussendlich zwei sehr unterschiedliche Saucen heraus. Es konnte am Ende nicht vollständig eruriert werden, wer wieviel wovon in die Sauce streute und goss – aber ich sage euch : das macht eben den Spass am kochen aus : das Ausprobieren ! ;-) Zum gefüllten Filet passten beide, die Einen bevorzugten die eine Sauce, die Anderen eben die andere – so soll es doch auch sein.

Die Spezial-Pommes haben wir nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken – was den Einsatz einer Fritteuse unnötig macht – was uns auch den entsprechenden Geruch im Haus erspart. Erst werden die Kartoffeln geschält und geschnitten – und wiederum spielten die Vorlieben eine grosse Rolle : die einen orientierten sich ganz europäisch an den Pommes frites der Franzosen, die Anderen an den eher amerikanischen Country Fries. Nach dem im Steamer ausgegarten „Pommes“ wurden sie auf ein Ofenblech ausgelegt, mit etwas Olivenöl vermischt und in den Ofen geschoben. Diese Art der „Pommes“ kann man sehr einfach Stunden vorher vorbereiteten und erst kurz vor dem Verzehr für ca. 15 Min in den Ofen geben. Soweit : keine Hexerei ;-)

Wiederum ein Highlight und krönender Abschluss war das Dessert : Champagner-Dessert ! Nun ja : Darunter kann man vieles verstehen … Es war eine leichte, halb-cremige, halb-glacehafte Masse mit feinem, leichten Zitronen-Champagner-Geschmack. Wiedermal Prädikat : Unbedingt zuhause ausprobieren ! Etwas aufwändig, aber das ist es allemal Wert !

Keep on cooking !

 

Unser obligater Vorher-Nachher-Vergleich